Der bewegte Mann

Rowohlt 1987, 120 Seiten, € 8,50

„Norbert, der Sanfte, hat sich ausgerechnet in einen Metzger verliebt, der im Schlachthof Schweinedärme leert und zu Hause, zur Entspannung, unappetitliche Videos guckt. Solche beispielsweise, in den Frauen durch den Fleischwolf gedreht werden. Schwul und liebeskrank, mit großen Nasen versehen und großen Problemen: Das sind die Comic-Figuren des Zeichners Ralf König. Mit seinen Geschichten um Lust und Frust der Männerliebe liegt König bei Homo wie Hetero im Trend: Seine komischen Knollennnasen steuern auf Bestsellerkurs.“ Der Spiegel

Weder der Erfolg des Comics noch später der des Films war für irgendjemanden voraussehbar. Es war wohl einfach der richtige Plot zur richtigen Zeit. Man wollte erfahren, wie Schwule denn 'wirklich' drauf sind und da war ein schwuler Zeichner, über dessen Comics man 'politisch korrekt' ablachen durfte. Korrekte Schwulenwitze statt des 'Detlev'-Humors der 70er, das hatte wohl was befreiendes.

 

Im Rückblick war Norbert Brommer eine Art alter Ego, ich war 1987 in Dortmund auch eher schüchtern und hatte mich bis dahin regelmässig in attraktive Heteros verliebt.  

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