Lysistrata

Rowohlt 1987, 128 Seiten, € 9,90

Lysistrata habe ich damals in nur einem Monat aufs Papier gekritzelt. Ich konnte gar nicht so schnell zeichnen, wie mir die Ideen kamen, und mich an der Vorlage von Aristophanes entlangzuhangeln und sie nach meinem Plan auszuschmücken, machte mir Riesenspaß. Die Idee, der antiken Geschichte von den Frauen, die sich um des Friedens Willen ihren kriegerischen Männern sexuell entziehen, eine Gruppe von Tunten hinzuzufügen, die davon profitieren, erschien mir so naheliegend, dass ich Angst hatte, jemand könnte sie mir vor der Nase wegschnappen.

 

Es gab mehrere Theaterfassungen, zuletzt im Sommer 2006 in Houston, Texas, und eine spanische Verfilmung, die ich gelungen fand, auch wenn die Frauen viel zu jung und attraktiv daher kamen, die Heteromänner – leider – zu ungeil und die Schwulen allesamt unerträglich tuntig. Das hatte ich im Comic anders gemeint, aber tja, wenn Heteros casten ...

Leseprobe